Musik macht klug - Musizieren verbessert
Lernleistungen

Musizierende Kinder und Jugendliche erzielen bessere Lernergebnisse. Zu diesem
Ergebnis kommt der Hamburger Musiktherapeut Hans-Helmut Decker von der Hochschule für Musik und Theater. Decker hat
herausgefunden, dass die Kreativität gegenüber dem Lernstoff und die Geschwindigkeit des Lernens durch die
Beschäftigung mit Musik steigen.
Dass das regelmäßige Spielen eines Instruments nicht nur die Fingerfertigkeit,
sondern offenkundig auch die Strukturen und Funktionsweisen des menschlichen Gehirns verbessert, hat der
Neurowissenschaftler Christian Gaser von der Universität Jena gezeigt.
In einer Forschungsstudie, in der über bildgebende Verfahren dreidimensionale
Gehirnlandschaften dargestellt werden, verglich Gaser die Gehirnstrukturen von Musikern und Nichtmusikern. Das
Ergebnis: Es besteht ein Zusammenhang zwischen der Intensität des absolvierten musikalischen Trainings und der
Anzahl der Hirnzellen (Anteil der grauen Substanz).
Zu ähnlichen Ergebnissen gelangt der Frankfurter Musikpädagoge Hans Günther
Bastian, der in einer sechsjährigen Langzeitstudie die schulische Entwicklung musikalisch nicht vorgebildeter
Berliner Arbeiterkinder untersucht hat. Vor allem vor dem achten Lebensjahr konnte Bastian einen Anstieg des
Intelligenzquotienten um bis zu sechs Punkte nachweisen, den Bastian auf regelmäßigen Musikunterricht
zurückführt.
Vom Musizieren profitiert hat vor allem der Bereich der räumlich-mathematischen
Fähigkeiten. Aber auch auf den Spracherwerb hat Musik einen grundlegenden positiven Einfluss. Lange bevor ein Kind
die Bedeutung eines Satzes verstehen kann, erkennt es die verschiedenen Bausteine eines Satzes. Wichtigstes
Unterscheidungsmerkmal: Satzmelodie und Pausen.
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