Erheblich
bessere Leistungen in Mathematik durch Keyboardspielen

Mit Keyboard ist nicht nur das elektronische Keyboard gemeint, sondern die Gesamtheit aller Tasteninstrumente.
Keyboard wird hier als Gattungsbegriff der Tasteninstrumente verwendet.
Um zu eindeutigen Ergebnissen zu gelangen, wurde in Los Angeles ab 1994 über den Zeitraum von zwei Jahren eine
Studie mit Klassen in drei verschiedenen Vorschulen durchgeführt: 78 Kinder, davon 42 Jungen und 36 Mädchen. Alle
Kinder waren von normaler Intelligenz.
Das Alter der Probanden reichte zu Beginn der Studie von 3 Jahren, 0 Monate bis zu 4 Jahre, 9 Monate. Drei
Kinder waren Linkshänder. Keines der Kinder hatte zuvor Musik- oder Computerunterricht erhalten, die
Elternbeteiligung war minimal.
Die Studie wurde in vier unterschiedlichen Aktionsgruppen durchgeführt:
Keyboard-Gruppe: Keyboard-Einzelunterricht und Gesangs-Gruppenunterricht
Gesang: diese Gruppe nahm an denselben Gesangs-Aktivitäten wie die Keyboard-Gruppe teil.
Computer: Diese Gruppe erhielt Computer-Einzelunterricht, der in Länge und Stundenzahl dem Keyboard-Unterricht
entsprach.
Kontrollgruppe: kein spezieller Unterricht.
Die Kinder wurden nach dem Zufallsprinzip in die Gruppen eingeteilt.
Die Ergebnisse nach zwei Jahren:
Das Instrumentalspiel, insbesondere das Spiel eines Tasteninstrumentes, bewirkt eine deutliche
Langzeitverbesserung des räumlich-zeitlichen Vorstellungsvermögens, einem Bestandteil der Fähigkeit des abstrakten
Denkens, wichtig für das Verständnis mathematischer und technischer Zusammenhänge.
Das Spielen eines Tasteninstrumentes fördert den Intellekt, die sinnliche Wahrnehmung, das räumliche
Vorstellungsvermögen und die Koordinationsfähigkeit.
Die Kinder der Keyboard-Gruppe zeigten im Fach Mathematik um 25% bessere Leistungen als Kinder der
Vergleichsgruppen. Der Intelligenzquotient der Kinder verändert sich aufgrund der Beeinflussung der Umgebung.
Welche Schlussfolgerung muss man aus diesen Erkenntnissen ziehen? "Leider müssen wir immer so viel Zeit
verlieren, um das zu prüfen, was selbstverständlich wäre. Obschon die Beweise immer häufiger werden, gibt es noch
immer nicht in allen Schulen aller Länder einen guten Musikunterricht. Bestimmt kann man behaupten, dass ohne Musik
keine gründliche soziale Harmonie und keine positive Beziehung zur Natur zu schaffen ist".
(Yehudi Menuhin)
Mit den Worten Hans Henze's (einem der bedeutendsten deutschen Komponisten der Nachkriegszeit): "Wer musiziert,
nimmt keine Knarre in die Hand!" In jedem Fall gilt: Musizieren macht nicht nur klug, sondern auch viel Spass!
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