Thesen zur
Musik in der Schule

von Hans Bäßler, Vizepräsident des Deutschen Musikrates und
Bundesvorsitzender des Verbandes Deutscher Schulmusiker
Präambel
Musik ist im privaten wie im öffentlichen Leben in einer Weise
gegenwärtig, wie dieses von einer anderen gesellschaftlichen Tätigkeit kaum behauptet werden kann. In besonderem
Maße gilt dieses für den Bereich der Kinder- und Jugendkulturen. Hier dient Musik sowohl der jugendlichen
Identitätsbildung als auch der gruppenspezifischen Abgrenzung von Jugendkulturen untereinander.
Darin wird u.a. deutlich, dass Musik den Menschen wesentliche
Erfahrungen ermöglicht, die durch keine andere Tätigkeit gewonnen werden können. Unmöglich ist es, diese sprachlich
exakt zu fassen und zu beschreiben; denn wären sie dieses, so wäre Musik überflüssig, da die darin zu gewinnenden
Erfahrungen dann bereits über die Sprache zu erwerben wären.
Eines lässt sich jedoch zweifelsfrei sagen: Musik hören, Musik machen
und etwas über Musik erfahren bereiten eine spezifische Freude, ein Vergnügen ganz besonderer Art und ein subjektiv
als den ganzen Menschen durchdringend empfundenes Wohlbehagen; darüber hinaus stellen diese Tätigkeiten vielfach
eine ganz besondere Nähe zu anderen Menschen her.
|