Elektrischer
Bass

Nicht nur Gitarren werden verstärkt sondern auch Bässe. Sie sehen aus wie
elektrische Gitarren, sind aber etwas grösser, haben weniger – aber dickere Saiten und tönen tiefer.
Auch hier sind Modelle von Fender wie der Jazz Bass und der Precision Bass in
führender Position, aber auch Bässe von Ibanez und anderen Herstellern sind beliebt. Natürlich gibt es noch viele
andere elektrische Gitarrentypen, aber die hier alle zu nennen, würde den Rahmen sprengen.
Elektrische Gitarre
(E-Gitarre)
Nachdem bereits Gitarren elektrisch verstärkt wurden, versuchte
man neue Wege zu gehen. Die Firma Rickenbacker brachte einen elektromagnetischen Tonabnehmer heraus, welcher eine
einfache Brettgitarre (ohne Hohlraum) verstärkte.
Auch der Mandolinen- und Gitarrenhersteller Gibson experimentierte
mit Tonabnehmern. Schliesslich kamen elektroakustische und semiakustische Instrumente dabei heraus. Man ging dabei
von der Jazzgitarre aus.
Gitarrenmodel Les
Paul
Der Gitarrist Lester Polfus auch unter dem Künstlernamen Les Paul
bekannt, kam eines Tages auf die Idee, seine semiakustische Gitarre ausstopfen zu lassen; die Solid Body-Gitarre
war geboren.
Der Hersteller Gibson baute darauf eine Serie solcher Gitarren und
gab ihnen den Namen Les Paul. Dieses Gitarrenmodell von Gibson gehört heute noch zu den meist verbreiteten und
meistkopierten Modellen der E-Gitarrenindustrie.
Anfangs war sie mit einem einspuligen Tonabnehmer namens P90
bestückt. Als der Humbucker aufkam, verwendete Gibson bei den meisten Les Paul-Modelle Humbucker, welche einen
fetten, warmen Ton und weniger Nebengeräusche produzierten.
Les Paul-Modelle haben einen Korpus aus Erle oder Mahagoni,
welcher häufig noch mit einer schönen Decke aus Ahorn überdeckt ist.
In den meisten Fällen haben Paulas, wie sie auch genannt werden,
einen Hals, der mit dem Korpus verleimt wurde (nicht etwa verschraubt), was der Gitarre mehr Sustain (einen
längeren Ton) verleiht.
Bei den meisten Modellen von Gibson ist die Kopfplatte
abgewinkelt. Die Länge der Mensur beträgt bei Gibsonmodellen 628mm, was vergleichsweise kurz ist und gerade
kleineren Händen das Spielen erleichtert.
Stratocaster und
Telecaster
Auch der Gitarrenbauer Leo Fender beschäftigte sich mit dem Bau
einer Solid Body-Gitarre. Er brachte eine Brettgitarre auf den Markt, die nach einigen Namenswechseln den Namen
Telecaster bekam und heute noch ein beliebtes Instrument ist.
Diese Gitarre ist mit zwei Single Coils ausgestattet, einer davon
ist mit einer Metallkappe verdeckt. Die Telecaster ist ziemlich einfach gebaut, ein richtiges Brett eben. Sie ist
von Country und Blues Musikern sehr beliebt, kennt aber auch härtere Gangarten. Später erweiterte Fender den Markt
um einen neuen Meilenstein: die Stratocaster.
Diese Gitarre wies ein paar praktische Neuheiten auf: Ausfräsungen
am Korpus bewirken, dass die Gitarre besser am Körper des Gitarristen liegt, ein mittlerer Single Coil kam hinzu
und ein Vibratosystem, welches die Gitarre jammern lässt. Die Gitarre wurde sofort zu der bekanntesten E-Gitarre
der Welt und wohl millionenfach kopiert.
Fendergitarren haben einen einfachen Korpus aus Erle oder Esche,
einen angeschraubten Hals, eine gerade (nicht abgewinkelte) Kopfplatte mit einseitig angeordneter Mechanik. Die
Mensurlänge bei Fendergitarren beträgt in der Regel 648mm, was eher als gross gilt – also nichts für kleine
Fingerchen.
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